VQSD Aktuell
November 2011: Neuer VQSD-Vorstand gewählt
August 2011: Kläranlagen des Wetterauer Modells mit RAL Gütezeichen „AS-Düngung“ zertifiziert
Juni 2011: Stand der Gütesicherungen „AS-Düngung“ und „AS-Humus“
Februar 2010: VQSD bedauert kompromisslose Haltung des Bayerischen Müllerbunds
November 2009: VQSD-Fachveranstaltung in Quedlinburg
Juli 2009: VQSD-Vorstand und Güteausschuss nehmen Arbeit auf
März 2009: Gute Gründe für Klärschlamm
Dezember 2008: BQSD und VGVA planen Fusion zu neuem Fachverband
November 2011: Neuer VQSD-Vorstand gewählt
Hannover und Leipzig, den 03.11.2011. Bei der 4. VQSD-Mitgliederversammlung, die am 03. November in Leipzig Wachau stattfand, wurde der Vorstand neu gewählt. Dr. Reinhard Speerschneider (1. Vorsitzender), Adolf Kreimer und Uwe Schmittberger (Stellvertretende Vorsitzende) sowie Prof. Dr. Dieter Meyer (Beisitzer) wurden ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Wolfgang Lahmeyer, Darmstadt und Martin Peitzmeier, Neu Eichenberg wurde als neue Beisitzer in den Vorstand gewählt. Dr. Joachim Müsken ist weiterhin als Obmann des Güteausschusses „geborenes“ Vorstandsmitglied.
Dr. Speerscheider bedankte sich bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Prof. Martin Kranert und Alexander Neumann für deren Engagement in Vorstand und Güteausschuss des VQSD. Prof. Kranert wird dem VQSD als neu gewählter Obmann des Bundesgüteausschusses der BGK fachlich verbunden bleiben.
Bereits am Vortag fand die jährliche VQSD-Fachveranstaltung statt, zu der neben den VQSD-Mitgliedern Betreiber von Kläranlagen und Vertreter aus Ämtern und Ministerien in Sachsen und Thüringen geladen waren. Neben den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen der stofflichen Verwertung von Klärschlamm wären „Perspektiven des Phosphatrecyclings“ sowie „Humushalt“ und „Einsatz von Biokohle“ thematische Schwerpunkte der gut besuchten Veranstaltung. Im Anschluss der Mitgliederversammlung haben ca. 20 interessierte VQSD-Mitglieder das Braunkohlekraftwerk in Lippendorf/Böhlen besichtigt.
August 2011: Kläranlagen des Wetterauer Modells mit RAL Gütezeichen „AS-Düngung“ zertifiziert
Hannover und Friedberg, den 20.08.2011. Unter der Schirmherrschaft der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich wurde den am Wetterauer Modell teilnehmenden Kläranlagen sowie der Oberhessischen Recycling Dienste GmbH das RAL-Gütezeichen „AS-Düngung“ verliehen. Die offizielle Übergabe der Zertifikate fand am 12. August im Kreishaus in Friedberg statt. Landrat Joachim Arnold und Peter Voss-Fels, Generalsekretär des hessischen Bauernverbands, gehörten zu den ersten Gratulanten.
Im Anschluss an die Verleihung fand eine Fachtagung statt. Hochrangige Vertreter aus Behörden und Verbänden referierten über die Bedeutung der gütegesicherten Verwertung von Abwasserschlamm. In der Wetterau wird seit 1985 erfolgreich regionale Kreislaufwirtschaft praktiziert. Was einst aus der Not heraus geboren wurde, weil die Entsorgung zu kostenintensiv und aufwendig wurde, hat heute bundesweit Vorbildcharakter.
Dr. Reinhard Speerschneider, Vorsitzender des VQSD, ist überzeugt: „Mit der RAL-Gütesicherung „AS-Düngung“ wird aus Abwasserschlämmen der Kläranlagen ein wertvolles Produkt. Die Kontrollen sind engmaschiger als gesetzlich vorgeschrieben, die Grenzwerte der Schadstoffe liegen deutlich niedriger und der Hygienestatus wird genauestens erfassen.“
Uwe Schmittberger, Geschäftsführer der Oberhessischen Recyclingdienste GmbH und zweiter Vorsitzender des VQSD, freut sich über die Zertifikate: „Die Verleihung des RAL-Zeichens ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir mit unserem Modell den richtigen Weg beschreiten. Auch im Hinblick auf Ressourcenschonung ist es wichtig, rechtzeitig Weichen zu stellen. Denn schon jetzt ist abzusehen, wann in etwa die weltweiten Phosphorreserven sich dem Ende neigen.“
Juni 2011: Stand der Gütesicherungen „AS-Düngung“ und „AS-Humus“
Hannover, den 23. Juni 2011. Der Bundesgüteausschuss (BGA) der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (BGK) hat sich in seiner Sitzung am 9. Juni in Fulda ausschließlich mit der Gütesicherung „AS-Düngung“ beschäftigt. Neben der Verabschiedung der Revision vom Qualitätsmanagementhandbuchs „AS-Düngung“, in dem die Grundlagen der Gütesicherung und die Anforderungen an die Aufbau- und Ablauforganisation sowie an das Dokumentationswesen beschrieben sind, lagen dem Ausschuss mehrere Anträge für die Gütesicherung „AS-Düngung“ vor. Mit den aktuellen Beschlüssen des BGA sind nun sechs VQSD-Mitglieder (Verwerter) Nutzer des RAL Gütezeichen 247 „AS-Düngung“. Das Gütezeichen AS-Düngung wurde für insgesamt 40 Kläranlagen in Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen und einer Menge von ca. 14.000 t Trockenmasse beantragt. Darüber hinaus führen 14 VQSD-Mitglieder (Kompostierer) das RAL-Gütezeichen 258 „AS-Humus“ für eine Inputmenge von ca. 138.000 t Frischmasse.
Januar 2011: Generalsekretär des Hessischen Bauernverbands bei erweiterter VQSD-Vorstandssitzung zu Gast
Friedrichsdorf, den 27. Januar 2011. Der Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten e.V. (VQSD) begrüßte am vergangenen Mittwoch den Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes, Peter Voss-Fels als Gast. Der VQSD kümmert sich als Fachverband um die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung. In Friedrichsdorf wurden über Maßnahmen zur Förderung von Gütesicherungsystemen für Klärschlamm in der Landwirtschaft diskutiert. Der hessische Bauernverband steht für einen sicheren und verantwortbaren Einsatz von Klärschlamm in der Landwirtschaft. In Hessen steigt die Menge an gütegesichertem Klärschlamm: 30 Kläranlagen des „Wetterauer Modells“ werden im Frühjahr nach den Richtlinien des RAL-GZ 247 „AS-Düngung“ auditiert.
Anlage: Pressemitteilung 2011/1
Februar 2010: VQSD bedauert kompromisslose Haltung des Bayerischen Müllerbunds
Hannover, den 09. Februar 2010. Der Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten (VQSD) e.V. bedauert die ablehnende Haltung des Bayerischen Müllerbunds zur Düngung mit Klärschlamm und bietet diesem in einem aktuellen Schreiben einen konstruktiven Meinungsaustausch an.
Vor dem Hintergrund von endlichen Phosphatreserven, Klimawandel und Humus abbau fordert VQSD den Bayerischen Müllerverband zu einer Versachlichung der Diskussion auf. „Die starre Haltung des Bayerischen Müllerbundes ist nicht zeitgemäß und steht im Wider spruch zum politischen Willen auf Bundesebene, an der stofflichen Verwertung von qualitativ hochwertigen Klärschlämmen in Landwirtschaft und Landschaftsbau festzuhalten“, so der Vorsitzende des VQSD, Dr. Reinhard Speerschneider.
Klärschlamm ist eine „Nährstoffsenke“, die zu mehr als 99 % aus pflanzenbaulich nutzbaren Nähr- und Humusstoffen besteht und als Düngemittel eine Vielzahl von positiven umweltrelevanten Effekten ermöglicht. So kann der durchschnittliche Bedarf der Landwirt schaft an Rohphosphaten durch Klärschlamm um bis zu 40 % ersetzt werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz, auf den die Gesellschaft nicht verzichten kann und darf. Der Bayerischen Müllerbund hingegen fordert eine 100 % Verbrennung, selbst von qualitativ hochwertigen, nährstoffreichen Klärschlämmen.
VQSD bietet seit 2009 als Spartengütegemeinschaft der Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) e.V. das RAL-Gütezeichen 247 „AS-Düngung“ an. Die Gütesicherung „AS-Düngung“ ist kompatibel mit den bestehenden Qualitätssicherungssystemen der Landwirt schaft und macht den gesamten Verwertungsweg von Klärschlamm von der Kläranlage bis zum Feld transparent.
Anlage: Anschreiben an Bayerischen Müllerbund
November 2009: VQSD-Fachveranstaltung in Quedlinburg
Hannover, den 01. November 2009. Der Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten (VQSD) e.V. informiert über die neue RAL-Gütesicherung „AS-Düngung“. Erzeuger und Verwerter von Klärschlamm und interessierte Behördenvertreter sind am 18. November 2009 zu einer Fachveranstaltung nach Quedlinburg eingeladen.
In landwirtschaftlichen Produktionssystemen spielen stufenübergreifende Qualitätssicherungssysteme eine bedeutende Rolle. Sie steigern das Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit und erhöhen die öffentliche Akzeptanz. Dies trifft auch für Recyclingdünger zu. So genießen gütegesicherte Komposte, Gärreste und Veredlungsprodukte aus Abwasserschlämmen einen deutlichen Akzeptanzvorteil bei Anwendern, Behörden und Abnehmern. Sowohl auf Bundesebene (Novelle AbfKlärV), als auch innerhalb der EU sollen Qualitätssicherungssysteme für Klärschlamm gefördert und ausgebaut werden. Auch die Bauernverbände empfehlen, nur noch solche Recyclingdünger einzusetzen, die anerkannten Qualitätssicherungssystemen unterliegen.
Mit der neuen RAL-Gütesicherung „AS Düngung“ wurde ein System geschaffen, in dem der gesamte Produktions- und Verwertungsprozess mit einem durchgängigen Gütezeichen abgesichert ist. Erzeuger und Verwerter sind dabei gleichermaßen für die Qualität von Dünger und Düngung verantwortlich.
In der Fachveranstaltung am 18. November im Hotel Schlossmühlen in Quedlinburg sollen die Anforderungen und der Ablauf der Gütesicherung „AS-Düngung“ vorgestellt und mit Anwendern, Behörden- und Verbandsvertretern diskutiert werden.
Eine Mitgliedschaft im VQSD ist Voraussetzung für die Zeichennutzung. Die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) e.V. ist der Träger der Gütesicherung. Antragsunterlagen zur Gütesicherung stehen unter www.as-duengung.de zum download bereit.
Anlage: Tagesordnung
Juli 2009: VQSD-Vorstand und Güteausschuss nehmen Arbeit auf
Vorstand und Güteausschuss nehmen Arbeit auf
Die Fusion von BQSD und VGVA zum Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten (VQSD) wurde Ende Juni in Hannover notariell beurkundet. Vorstand und Güteausschuss des VQSD haben nun ihre Arbeit aufgenommen. Die ersten konstituierenden Sitzungen fanden Ende Juli in Frankfurt statt.
Die Mitgliederversammlung des VQSD hat Dr. Reinhard Speerschneider (Rinnthal) zum ersten Vorsitzenden gewählt. Er wird vertreten durch Adolf Kreimer (Gescher) und Uwe Schmittberger (Friedberg). Weitere Beisitzer sind Prof. Dr. Martin Kranert (Stuttgart), Prof. Dr. Dieter Meyer (Potsdam) und Alexander Neumann (Mendig). Dr. Joachim Müsken (Stuttgart) vertritt als Obmann den Güteausschuss im Vorstand.
Der Eintrag im Vereinsregister erfolgt beim Amtsgerichts Hannover.
Der Güteausschuss setzt sich aus Vertretern von Einrichtungen und Institutionen, die sich mit Forschung, Analytik, Beratung und Anwendung von Recyclingdüngern, sowie Gütezeichenbenutzer zusammen. Die Erarbeitung von Vorlagen für Prüfbestimmungen, Qualitätsstandards und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung für Recyclingdünger gehören zu den Aufgaben des Güteausschuss.
März 2009: Gute Gründe für Klärschlamm
Verwertung in Landwirtschaft und Landschaftsbau ist politisch gewollt
Im vergangenen Jahr hat in Politik und Landwirtschaft ein Umdenken bei der Bewertung von Klärschlamm, Kompost und anderen organischen Düngern stattgefunden. Der VQSD habt nun die „Guten Gründe für Klärschlamm“ in einem Positionspapier dargelegt.
Klärschlämme sind hochwertige Dünge- und Bodenverbesserungsmittel, die zu mehr als 99 % aus pflanzenbaulich nutzbaren Nähr- und Humusstoffen bestehen. Durch die Anwendung von Klärschlamm kann der Phosphatbedarf der Landwirtschaft um bis zu 40 % gedeckt werden. Das ist in Anbetracht der endlichen P-Reserven ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz.
Die für 2009 angekündigte Novelle der Klärschlammverordnung setzt auf Qualität. Künftig werden besonders die sehr guten Klärschlammqualitäten in Landwirtschaft und Landschaftsbau zum Einsatz kommen. Mit der gesetzlichen Verankerung von Qualitätssicherungssicherungssystemen soll die öffentliche Akzeptanz des Nährstoffrecyclings gesteigert werden.
Der VQSD wird ab Mitte 2009 in Kooperation mit der Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) e.V. ein RAL-Gütezeichen für gesamten Entstehungs- und Verwertungsweg von Klärschlamm anbieten. Gütezeichennutzer wie Kläranlagenbetreiber, Betreiber von Klärschlammbehandlungsanlagen und Klärschlammverwerter unterziehen sich dabei freiwillig unabhängigen Kontrollen, die über den rechtlichen Rahmen hinausgehen.
Nach Ansicht des VQSD sollte die von Bayern und Baden-Württemberg forcierte Klärschlammverbrennung nur für belastete Klärschlämme genutzt werden. Schließlich werden bei der Verbrennung toxische Substanzen und klimarelevante Gase freigesetzt. Auch entstehen Mehrkosten für Transporte, Trocknung und Ausbau von Verbrennungskapazitäten, die letztlich zulasten des Steuerzahlers gehen.
Dezember 2008: BQSD und VGVA planen Fusion zu neuem Fachverband
Neuer Fachverband zur Gütesicherung von Klärschlamm
Die Bundes-Qualitätsgemeinschaft Sero-Dünger e.V. (BQSD) und der Verein zur Gütesicherung von Veredlungsprodukten aus Abwasserschlamm e.V. (VGVA) planen zum 1. Januar 2009 zum „Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten e.V. (VQSD)" zu fusionieren. Beide Mitgliederversammlungen haben die Fusionsvereinbarung im November einstimmig beschlossen.
Ziel der Fusion ist die Bündlung von Kräften und die Nutzung von Synergien zur Sicherung und Ausweitung der stofflichen bodenbezogenen Verwertung von Abwasserschlamm und hieraus hergestellten Veredlungsprodukten im Sinne des Ressourcenschutzes. Der neue Verband sieht sich als Fachverband für organische Dünger und deren Anwendung und Verwertung in Landwirtschaft und Landschaftsbau. Die Stärkung von Gütesicherungssystemen und wissenschaftlich fundierte, sachgerechte Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt bei Abwasserschlamm und Abwasserschlammprodukten gehören zu den Aufgaben.